Erfolgsmeldung
Fehlermeldung
Häufig gestellt Fragen zum Thema Photovoltaik und E-Mobilität, und deren kurze bestmögliche Beantwortung (FAQ's - frequently asked questions).
Die gesamte Lebensdauer einer Photovoltaikanlage hängt von den einzelnen verwendeten Komponenten ab, und sind je nach Hersteller unterschiedlich in ihren Angaben für die Produktgarantien und deren Lebensdauer. Setzt man auf hochwertige Komponenten und renommierte Hersteller am Markt, dann kann davon ausgegangen werden, dass auch während der Anlagenlaufzeit, im Falle eines Ausfalls einer Komponente, auch Ersatzteile verfügbar sind.
Die Photovoltaikmodule haben eine typische Lebensdauer von 25 - 35 Jahren. Die Hersteller geben dabei eine Produktgarantie für den Zeitraum von 15 bis 25 Jahren an. Weitere Angaben beziehen sich auf die jährlich Degradation (Leistungsminderung), welche im 1. Jahr bei ca. 2%, in den Folgejahren 2 -25 bei ca. 0,6% liegen. Somit hat ein PV-Modul nach 25 Jahren noch mehr als 80% der ursprünglichen Nennleistung.
Der Wechselrichter hat eine typische Lebensdauer von ca. 12 - 18 Jahren. Die Hersteller geben meist eine Garantie von 10 - 12 Jahren an.
Bei Speicherbatterien auf Lithium-Ionen Technologie (LFP) sind die Lebensdauerangaben abhängig von den Lade-/Entladezyklen angegeben. Die Hersteller geben hier eine Garantie von 10 - 12 Jahren an. Eine Batterie kann auch nach dieser Laufzeit immer noch mehr als 80% der Nennkapazität besitzen. Wo die Reise bezüglich maximalen Lebensdauer hingehen wird, wird sich zeigen.
Die PV-Modul Optimierer haben eine typische Lebensdauer von 20 - 25 Jahren. Die Hersteller geben dabei oft eine Garantie über die gesamte Lebensdauer von 25 Jahren.
Die Ladestationen für Elektroautos (Wallboxen) haben je nach Hersteller eine Produktgarantie von ca. 3 - 5 Jahre.
Nachdem die Preise für hochwertige Photovoltaik Speicherbatterien sich in den letzen Jahren stark reduziert haben (ca. 40 - 50% in den letzen 3 Jahren), ist es aus mehreren Gründen sehr sinnvoll eine Batteriespeicher zu verwenden. Dabei zählen Lithium Eisen Phosphat Batterien (LFP) zu den aktuell sichersten Batterietechnologien.
Je nach Anlagen- und Speichergröße ist, über das ganze Jahr gesehen, mit einer Erhöhung des Eigenverbrauchs von selbst produzierten Solarstroms von typischerweise 25% - 35% auf 65% bis 75% auszugehen. Natürlich können diese Werte auch höher liegen, wobei der Eigenverbrauch auch vom Verbrauchsverhalten des Nutzers abhängig. Beispiel: Große Energieverbraucher dann einschalten, wenn die höchste verfügbare Solarenergie vorliegt, normalerweise um die Mittagszeit (10:00 bis 14:00). Nebenbei verhält man sich dann als netzdienlicher Verbraucher, und vermeidet somit eine Überlastungen des öffentlichen Netzes.
Nachdem die Einspeisevergütung für den ins öffentliche Netz exportierten Strom ständig im sinken ist, als Beispiel vor 2023 wurde noch bis zu 50c/kWh vom Energiehändler bezahlt, im Jahr 2025 nur mehr ca. 8c/kWh, und der Bezug von einer kWh aus dem öffentlichen Netz bei ca. 27c/kWh liegt (Stand 2025, inkl. Steuer und Abgaben), zeigt klar die Einsparmöglichkeit bei erhöhten Eigenverbrauch. Natürlich kostet die Anschaffung der Batterien Geld, wobei sich diese meist nach wenigen Jahren bereits amortisieren (ROI) und die Lebensdauer und Ladezyklenbeständigkeit ständig im Steigen begriffen ist.
Bei Dachanlagen ist die optimale Ausrichtung immer gegen Süden, mit einem Dachneigungswinkel zwischen 20° un 40°, um den höchstmögliche Ertrag speziell in den Sommermonaten zu erreichen. Aber auch vertikale Ausrichtung, wie z.Bsp. bei Hausfassaden, oder Gartenzaunanlagen haben ihre Berechtigung. Meist ist der Energiebedarf im Winter höher als im Sommer. Durch die vertikale Ausrichtung ist der Ertrag bei solchen Anlagen speziell im Winter am höchsten. Somit hängt die Wahl der Örtlichkeit und Ausrichtung, über das ganze Jahr gesehen, immer von den Anforderungen des Stromverbrauchs und der nutzbaren Flächen ab Gebäude oder Objekt ab.
Wenn Sie wissen wollen, wo bei Ihrem Gebäude die Solarpotenziale liegen, dann könne Sie das über das Solarkatasterportal des jeweiligen Bundeslandes abrufen. Für die Tirol ist der Link: https://www.tirol.gv.at/statistik-budget/tiris/tiris-anwendungen/solarpotenziale-tirol/
PV-Moduloptimierer sind kleine elektronische Geräte, die unter jedem Solarmodul angebracht werden, um den besten Arbeitspunkt (sogenannter MPP - Maximum Power Point) individuell zu finden und zu regeln. Sie wandeln den Strom mittels DC-DC-Wandlung so um, dass schwächere Module (z.B. durch Verschattung) die Leistung des gesamten Strings nicht beeinträchtigen, indem sie die Spannung anpassen, während der Strom konstant bleibt, was den Gesamtertrag maximiert und Hotspots verhindert. Sie sorgen dafür, dass jedes Modul unabhängig von anderen mit maximaler Effizienz arbeitet, was besonders bei Teilverschattung, unterschiedlicher Modulausrichtung oder -neigung entscheidend ist.
Die Optimierer kommunizieren über die Stringverkabelung mit dem Wechselrichter. Dabei werden auch die modulspezifischen Daten übertragen (Messdaten, wie Strom und Spannung, Leistung, sowie optimiererspezifische Daten, wie Seriennummer, etc.). Somit kann ein Anlagenmonitoring bis auf die Modulebene durchgeführt werden. Sollte ein PV-Modul oder der Optimierer defekt sein, kann dies diagnostiziert werden. Durch den Optimierer beeinträchtigt ein defektes Modul nicht den gesamten String und die Produktion der restlichen Module im Strang.
Die meisten Optimierer verfügen auch über eine Sicherheitsfunktion (SafeDC). Dabei wird die Spannung am Ausgang des Optimiertes auf 1V begrenzt, um bei Arbeiten am Dach, oder bei Feuerwehreinsätzen zur Brandbekämpfung, hohen DC-Spannungen und Gefährdungen dadurch zu vermeiden.
Ein Energiemanagementsystem (EMS) für PV-Anlagen ist das „Gehirn“, das Ihre Solaranlage mit Stromspeicher, Wallbox, Wärmepumpe und Haushaltsgeräten vernetzt, um selbst erzeugten Strom optimal zu nutzen, Energieflüsse zu steuern und den Bezug teuren Netzstroms zu minimieren, was Kosten senkt, die Eigenverbrauchsquote erhöht und die Unabhängigkeit steigert. Es sammelt Daten, analysiert sie und trifft intelligente Entscheidungen, wann Energie produziert, gespeichert oder verbraucht wird, um die Effizienz zu maximieren.
Hauptfunktionen eines EMS:
Überwachung & Steuerung: Es überwacht und steuert alle Energieflüsse in Echtzeit.
Optimierung: Es priorisiert den Verbrauch von Solarstrom, speichert Überschüsse im Batteriespeicher und steuert verbrauchsintensive Geräte (wie Wärmepumpen oder Wallboxen), um Stromkosten zu senken und die Netzunabhängigkeit zu erhöhen.
Intelligente Koordination: Es koordiniert PV-Anlage, Speicher, Netz und Verbraucher, um den Eigenverbrauch zu maximieren.
Prognose: Es nutzt Wetter- und Verbrauchsdaten, um Produktion und Verbrauch vorherzusagen.
Arbeitet mit flexiblen Netztarifen, um Einspeisung und Netzbezug auf aktuelle Strompreise abzustimmen (z. Bsp. Laden der Speicherbatterien aus dem Netz bei Negativpreisen).
Für viele dieser Funktionen ist nicht unbedingt ein EMS notwendig, denn machen Funktionen können bereits von der Software des Wechselrichters durchgeführt werden. Der Einsatz eines EMS hängt daher von der spezifischen Anlagenausführung und den daraus resultierenden Anforderungen ab, und ist individuell zu betrachten.
Mit einer PV-Anlage kann eine Notstromversorgung bei Netzausfall realisiert werden. Dabei unterscheidet man zwischen einem 1-Phasen Notstrom (eine Notstromsteckdose mit max. 3kW Leistung), 3-Phasen Notstrom, der teilweisen oder vollständigen Notstromversorgung des Hauses (Partial / Full Backup). Für diese Funktion ist eine Speicherbatterie zwingend notwendig.
Weiters benötigt man eine Abschaltvorrichtung zur sicheren Trennung der Hausanlage vom öffentlichen Stromnetz. Die integrierte Netzüberwachung erkennt die Netzstörung und der Wechselrichter schaltet automatisch von Netzparallelbetrieb in den Inselbetrieb um. Sollte das Netz wieder verfügbar sein, wird nach einer bestimmten Netzberuhigungszeit, automatisch wieder auf den Netzparallelbetrieb (Normalbetrieb) umgeschalten.
Je nach Speichergröße und AC-Leistung des Wechselrichters können somit teilweise oder alle Verbraucher im Haus direkt aus der Batterie, oder bei Sonnenschein mit zusätzlich verfügbarer Energie vom Dach, für eine gewisse Zeit versorgt werden. Die Notstromfunktion ist auch Blackout startfähig, kann also auch bei nicht vorhandenen Netz hochfahren und die Verbraucher im Haus versorgen. Bei Überlast im Notstrombetrieb schaltet der Wechselrichter ab, versucht aber nach kurzer Zeit wieder den Notstrombetrieb hochzufahren. Sollte dies der Fall sein, so empfiehlt es sich, unnötig große Verbraucher nicht einzuschalten oder vom Netz zu trennen (Ausschalten der Sicherung des jeweiligen Stromkreises), um einen stabilen Notstrombetrieb zu gewährleisten.
Eine Wallbox (Wandladestation) ist eine spezielle, meist an der Wand montierte Ladestation für Elektroautos (deshalb Wallbox), die schneller, sicherer und effizienter lädt als eine normale Haushaltssteckdose, indem sie Starkstrom (bis 22 kW) nutzt, und über integrierte Sicherheitsfunktionen wie FI-Schutzschalter, Gleichstromfehlerüberwachung, verfügt, um das Fahrzeug komfortabel und optimal zu Hause zu laden.
Sie steuert den Ladevorgang, kommuniziert mit dem Auto, meist auch mit der PV-Anlage oder einem Energiemanagmentsystem, und ermöglicht so auch das Laden mit selbst erzeugtem Strom (z.B. der PV-Anlage).
Es gibt auch schon bidirektionale Ladestationen, wodurch das Auto als Energiespeicher und Lieferant für das Eigenheim genutzt werden kann. Der Einsatz solcher Ladestationen ist derzeit noch nicht möglich, da die gesetzlichen und normativen Richtlinien erst in Ausarbeitung sind. Viele E-Autohersteller erlauben oder unterstützen auch diesen Betriebsmodus noch nicht. Sobald der Einsatz solcher Ladestation erlaubt ist, werden wir Sie darüber informieren.
PV-Anlagen sind entweder Überschusseinspeiser (nutzen Strom selbst, speisen den Rest oder Energieüberschuss ein – meist wirtschaftlicher) oder Volleinspeiser (speisen alles ein – oft nur noch für große Anlagen relevant und haben einen eigenen Zählpunkt / Smart Meter), wobei die Überschusseinspeisung durch Eigenverbrauch die höheren Strompreise umgeht, während die Volleinspeisung oft geringer vergütete Einspeisevergütung erhält. Die Entscheidung hängt von Ihrem Strombedarf ab: Hoher Eigenverbrauch (mit oder ohne Speicher) ist für Haushalte meist lukrativer als die Volleinspeisung.
Die Netzbezugsleistung gibt an wieviel Leistung pro Stunde kontinuierlich vom Netz bezogen werden kann. Dieser Wert steht normalerweise in der Stromabrechnung und Liefervertrag. Wird mehr als diese Leistung über einen längeren Zeitraum bezogen, kann dies zum Abschalten des Tarifschalters führen (Hauptschalter nach dem Zähler/Smart Meter).
Bei einer Anschaffung eines Elektrofahrzeuges und der Nutzung einer Wallbox (Ladestation) mit hohen Ladeleistungen (typischerweise 11kW oder aber auch bis zu 22kW), sollte dies in Abstimmung mit der verfügbaren Netzbezugsleistung erfolgen. Bei den meisten Ladestationen, oder über ein vorgelagertes Energiemangementsystem, kann die maximale Ladeleistung begrenzt werden, um eine Überlastung des Hausanschlusses zu vermeiden. Sollte die aktuelle Netzbezugsleistung nicht ausreichend sein, kann mit einem Antrag beim Energieversorger/Netzbetreiber diese Leistung auch gegen ein einmaliges Entgelt und monatliche Grundgebühren erhöht werden.
Neben der Abnahme der Überschussenergie durch einen Energiehändler gibt es auch die Möglichkeit einer Energiegemeinschaft beizutreten und den überschüssigen, produzierten Strom an andere Teilnehmende der Energiegemeinschaft (z. B. den Nachbarn) zu einem von der Energiegemeinschaft definierten Preis zu teilen. Dabei gibt es unterschiedliche Formen von Energiegemeinschaft nach dem ElWOG - Gesetz.
Gemeinschaftsanlagen nach §16 a ElWOG
Erneuerbaren-Energiegemeinschaft nach §16 c ElWOG
Bürgerenergiegemeinschaft nach §16 b ElWOG
Weitere Informationen zum Thema Energiegemeinschaften finden Sie auf der Webseite des Landes Tirol - Energieagentur Tirol: Link https://www.energieagentur.tirol/wissen/sonne/energiegemeinschaften/
Hinweis: Eine Überarbeitung nach dem neuen ElWG-Gesetz erfolgt hier in Kürze.
Die Spitzenleistung (Nennleistung) der Anlage ist meist auf die Leistung der PV-Module bezogen. Der Wert kann aus dem Datenblatt des verwendeten PV-Moduls entnommen werden. Dieser Wert wurde unter Standardbedingungen im Labor ermittelt, und wird in kWp angegeben (Nominalleistung Pmax in Wp unter STC - Standard Test Conditions). Die Summe aller PV-Modulleistungen ergibt dann rechnerisch die Spitzenleistung.
Die internationalen Standardtestbedingungen für PV-Module sind wie folgt definiert: Einstrahlungsleistung 1000W/m2, Zelltemperatur 25°C, spektrale Verteilung von AM 1,5, Messtoleranz +/- 3%. Dieser Wert ist wichtig, um die Leistungsangaben unterschiedlicher Hersteller und Technologien von PV-Modulen normiert zu vergleichen.
Die spektrale Verteilung von AM 1.5 ist ein standardisiertes Referenzspektrum für die Solarenergie, das die atmosphärische Filterung der Sonne bei einem Einfallswinkel simuliert, wenn das Licht 1,5-mal die atmosphärische Dicke durchquert (ca. 48,2°), und dient als globaler Standard (z.B. IEC 904-3) zur Messung von Solarzellen mit 1000 W/m² Bestrahlungsstärke, um deren Effizienz unter realistischen, terrestrischen Bedingungen vergleichbar zu machen. Es repräsentiert die durchschnittliche globale Einstrahlung in mittleren Breitengraden.
Mit der Angabe der Engpassleistung bei PV-Anlagen ist normalerweise die netzwirksame Leistung des Wechselrichters gemeint, also wieviel Energie in und aus dem Netz über den Wechselrichter eingespeist oder entnommen werden kann. Fälschlicherweise ist diese Leistungsangabe oft auf die Spitzenleistung der PV-Module referenziert, was aber sinngemäß nicht richtig ist.
Bifaziale PV-Module funktionieren, indem sie Licht auf beiden Seiten einfangen: Die Vorderseite erzeugt Strom aus direktem Sonnenlicht, während die Rückseite reflektiertes und gestreutes Licht vom Untergrund oder anderen Flächen nutzt, was durch eine transparente Rückseite (oft Glas) ermöglicht wird. Dieser „Albedo-Effekt“ steigert den Energieertrag erheblich, besonders auf hellen Oberflächen wie Schnee oder hellem Kies, und führt zu mehr Gesamtleistung pro Fläche. Sie sind robust, oft in Glas-Glas-Bauweise gefertigt und können bis zu 30 % mehr Strom erzeugen.
Der Bifazialitätsfaktor gibt an, wie hoch die Leistung auf der Rückseite im Vergleich zur Vorderseite des PV-Moduls ist. Ein typischer Faktor von 85 % bedeutet, die Rückseite erzeugt 85 % der Leistung der Vorderseite unter gleichen Bedingungen.
Meist werden solche PV-Module bei Freilandanlagen, Carports, Zaunanlagen oder Terassenüberdachungen verwendet.
Ein Energiemanagementsystem (EMS) für PV-Anlagen ist das „Gehirn“, das Ihre Solaranlage mit Stromspeicher, Wallbox, Wärmepumpe und Haushaltsgeräten vernetzt, um selbst erzeugten Strom optimal zu nutzen, Energieflüsse zu steuern und den Bezug teuren Netzstroms zu minimieren, was Kosten senkt, die Eigenverbrauchsquote erhöht und die Unabhängigkeit steigert. Es sammelt Daten, analysiert sie und trifft intelligente Entscheidungen, wann Energie produziert, gespeichert oder verbraucht wird, um die Effizienz zu maximieren.
LFP steht für Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4). LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) punkten mit hoher Sicherheit, langer Lebensdauer (viele Ladezyklen), geringeren Kosten (kein teures Kobalt/Nickel) und guter Umweltverträglichkeit, sind aber durch eine niedrigere Energiedichte (mehr Gewicht/Platzbedarf) und schlechtere Kälteperformance leicht benachteiligt.
Sie sind ideal für E-Autos im Kleinwagenbereich, stationäre Speicher und Anwendungen, gut geeignet für schnelle Ladevorgänge und hohe Leistungsabgabe, wo Sicherheit (gute thermische Stabilität, geringeres Brandrisiko, da kein Sauerstoff freigesetzt wird) und Langlebigkeit wichtig ist.
Die meisten PV-Anlagen fallen unter die Kategorie TOR Erzeuger Typ A (TOR - Technische und Organisatorische Regeln für Stromerzeugungsanlagen des Typs A). Sie sind die verbindlichen Vorschriften in Österreich für kleine Stromerzeuger, die an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden, wie Photovoltaik- oder Windkraftanlagen, und regeln deren technische Anforderungen (z.B. Blindleistung, Netz-Schutz) und organisatorische Abläufe (z. Bsp. Anschlussanfrage, Meldung und Betrieb), um die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten und die Komplexität für Betreiber zu reduzieren, indem sie EU-Vorgaben verständlich zusammenfassen.
Die VO (EU) 2016/631 (NC RfG) beschreibt grundlegende Anforderungen an neue bzw. wesentlich geänderte bestehende Stromerzeugungsanlagen. Der NC RfG zielt darauf ab, dass „…harmonisierte Vorschriften für den Netzanschluss von Stromerzeugungsanlagen festgelegt werden, um einen klaren Rechtsrahmen für den Netzanschluss zu schaffen, den unionsweiten Stromhandel zu erleichtern, die Systemsicherheit zu gewährleisten, die Integration erneuerbarer Energieträger zu unterstützen, den Wettbewerb zu fördern sowie eine effizientere Netz- und Ressourcennutzung zu ermöglichen und somit Vorteile für die Verbraucher zu schaffen.“
Ein Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz oder auch zwischengelagerter Entkopplungsschutz zEKS), ist eine selbsttätig wirkende Freischaltstelle für dezentrale elektrische Energieerzeuger, wie z.Bsp. Photovoltaik- oder Kleinwindkraftanlagen, die in das öffentliche Netz einspeisen. Er sorgt im Fehlerfall (z. B. bei Netzabschaltung oder Netztrennung) für die sofortige Abschaltung der dezentralen Energieerzeugungsanlage. Auf diese Weise schützt der NA-Schutz Netz und Anlage und erhöht die Netzstabilität. Bei Anlagen ab 30 kVA Spitzenleistung ist ein externer NA-Schutz verpflichtend vorgeschrieben. Bei kleineren PV-Anlagen (<30kVA) übernimmt diese Funktion meist der Wechselrichter.
Das ElWOG oder das neue ElWG ist das Gesetz zur Regelung der Elektrizitätswirtschaft.
